demnächst:

15 Nov 2018

Bad Blumau - Zukunft Landmedizin

7 Feb 2019

Study-Visits der Zukunftsorte Österreich im Landkreis Miesbach, Bayern

Was wir tun

Projektziele sind:

  1. Der Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks von Regionen zur Innovationsentwicklung und Standortsicherung
  2. Entwicklung von Strategien zur Rückgewinnung und Bindung von gut Qualifizierten (Brain Gain) und zur Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze
  3. Die Nutzung regionaler Wissenspotenziale der LEADER Regionen bzw. von Unternehmen, NGOs, Vereinen und privaten WissensträgerInnen etc., um Innovationen in regionalen Branchen zu bewirken
  4. Die projektbegleitende Entwicklung und Umsetzung wissensorientierter Projekte in den Partnerregionen
  5. Die Gemeinden im ländlichen Raum (Österreich & Bayern) werden zu innovativen, zukunftsfähigen „Kompetenzzentren“, die in einer post-materiellen Ökonomie nachhaltig gedeihen können und eine attraktive Lebensalternative zur Großstadt darstellen. Regionale Wirtschafts- und Wertschöpfungskreisläufe werden genauso wie überregionale Beziehungen gestärkt, neue Arbeitsfelder und damit Arbeitsplätze entstehen, die Lebensqualität in den Kommunen wird dadurch gesteigert.

 

Wie Ausheimische ihre Regionen gestalten:

Wir leben in einer Zeit mit einer unendlichen Zahl von Lebensmodellen. Viele Menschen sind äußerst mobil und ein oder mehrere Ortswechsel sind ein selbstverständlicher Teil vieler Biografien. Vielen Menschen fällt es daher auch schwer, mit dem Begriff "Heimat" einen (einzigen) Ort zu verbinden. Sie haben zwar einen Lebensmittelpunkt an einem bestimmten Ort (da), fühlen sich aber irgendwo anders „ausheimisch“ (dort). Sie wohnen, lernen, arbeiten und gestalten „da“, haben aber immer noch eine mehr oder weniger starke  Beziehung zu „dort“.

Dieses Projekt will sich den vielfältigen Aspekten des „Ausheimisch-Seins“ und ihrem Potenzial für die Gestaltung der Zukunft ländlicher Regionen widmen. Die Hauptrolle werden die Ausheimischen als Persönlichkeiten - mit ihren Geschichten, Motivationen, Erfahrungen, ihrem Wissen und ihrem Gestaltungswillen - spielen.

In Hinblick auf die Beziehung zu einer bestimmten Region wird es dabei gewissermaßen um drei „Typen“ von Ausheimischen gehen:

  1. Ausheimische aus der Regio sind Menschen, die diese Region auf Dauer oder auf Zeit verlassen haben – zum Beispiel aufgrund eines Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes, auf der Suche nach Urbanität oder aus ganz anderen Gründen. Ihre „auswärts“ erworbenen Kompetenzen, gemachten Erfahrungen und aufgebauten Netzwerke können für ihre Herkunftsregionen von hohem Wert sein – egal ob sie dort einfließen, weil sie wieder dorthin zurückziehen, weil sie sich aus der Distanz an Projekten beteiligen oder „nur“ die Anknüpfungspunkte zu bestimmten Institutionen oder Netzwerken bilden.
  1. Ausheimische in der Region sind Menschen, die in dieser Region zugezogen („zuagrast“) sind – freiwillig (weil sie hier z.B. Arbeit gefunden haben) oder unfreiwillig (z.B. als Flüchtling). Viele bringen aus ihrem Herkunftsort Wissen und Erfahrungen mit, die für ihren neuen Lebensmittelpunkt wertvoll sind. Oft sind sie es, die neue Innovationskraft in die Region bringen. Überdurchschnittlich häufig sind sie bei partizipativen Verfahren beteiligt, weil sie ihre neue Lebensumgebung aktiv mitgestalten wollen. Immer wieder stoßen sie aber auch auf Schwierigkeiten auf ihrem Weg zum „Einheimischsein“.
  1. Ausheimische Vorbilder (von „irgendwo“) sind Menschen, die als Ausheimische „irgendwo“ etwas bewegt, eine positive Veränderung bewirkt, ein Problem gelöst, eine neue Sichtweise auf bestimmte Dinge eingebracht haben etc. Sie werden als Inspirations-/Impulsgeber für eine Präsentation oder ein Projekt in die Region eingeladen oder, wenn sinnvoll, besucht.